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Liebesbriefe als Hochzeitsschatz

Es gibt sie wohl bereits so lange, wie die geschriebene Sprache existiert: Liebesbriefe. Wir stellen Euch heute ein Startup-Unternehmen und seinen Macher vor, das mit einer wunderbaren Idee für Hochzeitspaare dem Liebesbrief neue Perspektiven und Möglichkeiten in Sachen Romantik verleiht.

Geniale Ideen zeichnen sich oft dadurch aus, dass hinter ihnen nicht nur ein toller Gedanke steht, sondern dass sie gleichzeitig auch ganz einfach sind. Eine solche Idee hatte Marcel Genzler mit seiner Internetseite hochzeitsschatz.de, die seit dem vergangenen Monat online ist. Hier haben Hochzeitspaare die Möglichkeit, sich Liebesbriefe zukommen zu lassen. Der Clou daran: Die romantischen Zeilen bleiben bis auf weiteres geheim und werden von hochzeitsschatz.de archiviert und erst in der Zukunft versendet – und zwar zu einem Zeitpunkt, den das Paar vorher wählt: entweder nach einem Jahr, nach fünf oder nach sieben Jahren.

Liebesbriefe als Hochzeitsschatz

„Die Überraschung und Spannung, was denn der jeweilige Partner dem oder der Liebsten zu schreiben hatte, ist riesig.“, sagt Genzler.

Eine super Idee, finden wir. Und ganz nebenbei dürfen sich von ihr nicht nur die Hochzeitspaare selbst angesprochen fühlen – für die Gäste zum Beispiel eignet sich der Hochzeitsschatz wunderbar als besonderes Geschenk, das garantiert lange nachwirkt und Freude bereitet.

Liebesbriefe als Hochzeitsschatz

Nur ist nicht jeder Mensch ein Wortkünstler, dem das Geschick der romatischen Formulierung bereits in die Wiege gelegt wurde – und überhaupt: Was schreibt man denn in so einem Brief? Wer sich solche Fragen stellt, für den hat Marcel Genzler ein paar wertvolle Tipps auf Lager: Grundsätzlich sei in den Briefen natürlich die eigene Kreativität gefragt – schließlich handele es sich um sehr persönliche und intime Zeilen. Aus diesem Grund stellt man bei hochzeitsschatz.de auch keine Brief-Vorlagen mit Textbausteinen zur Verfügung. Aber wer sich einfach von seinen Gefühlen oder Hoffnungen leiten lasse, finde dort mit Sicherheit Inspiration, um beispielsweise über Zukunftspläne, Wünsche oder Träume zu schreiben. „Wir planen aber bereits einen Blog“, fügt Genzler hinzu, „in dem Kunden ihre Liebesbriefe anonym mit der Allgemeinheit teilen können. Der Eine oder Andere findet dann dort sicher mögliche Anregungen.“

Fragt man Genzler, wie man eigentlich auf die Idee für so ein Unternehmen kommt, so holt er ein wenig weiter aus: „Ich hatte schon immer ein Faible für Romantisches und bin eher der Gefühlsmensch.“ Der eigentliche Anstoß sei dann erfolgt, nachdem er den Film „P.S. Ich liebe Dich“ gesehen habe. Dort hinterlässt ein sterbenskranker Mann seiner Frau Liebesbriefe, die nach seinem Tod nach und nach bei ihr eintreffen. „Jeder fand die Idee verrückt.“, erklärt der 29-Jährige, „aber nach längerem Nachdenken gab es bei allen immer eine positive Bewertung.“

Eineinhalb Jahre lang trug Genzler den Gedanken mit sich herum, bis sich schließlich seine eigene Hochzeit ankündigte und es „Klick“ machte: Er wusste nun, dass er die Idee auf das freudige Ereignis einer Hochzeit ummünzen wollte.

Für die Umsetzung von hochzeitsschatz.de gründete er zusammen mit seinem Freund und Studienkollegen Reiner Averkamp 2014 das Unternehmen G & A Chili Media UG. Nach einigen Monaten intensiver Vorbereitung war es dann soweit und Genzlers Idee wurde Wirklichkeit.

Eine wichtige Änderung gab es zu Beginn: Im ursprünglichen Konzept war vorgesehen, mit den Briefen einen positiven Gegenpunkt zum sprichwörtlichen „verflixten siebten Jahr“ der Ehe zu setzen und sie daher auch grundsätzlich zu diesem Zeitpunkt zu versenden. Marcel Genzlers Freundin Isabell ist es zu verdanken, dass er diesen Plan schließlich angepasst hat – sie machte ihm klar, dass zumindest ihre eigene Neugierde so groß sei, dass sie niemals sieben Jahre warten könnte. So gibt es nun zusätzlich zwei kürzere Zeiträume von einem und von fünf Jahren zur Auswahl, so dass sich jetzt Menschen aller Gedulds-Ausprägungen wiederfinden können. Und falls ein Paar es einmal vor romantischer Ungeduld nicht mehr aushalten sollte, hat Genzler noch eine Beruhigung parat: „Selbst wenn die Kunden ein Paket mit 7-jähriger Archivierung gekauft haben, kann durch Legitimation per E-Mail ein Vorabversand ausgelöst werden.“

Nun ist es ja so, dass trotz aller Liebesschwüre und Eheversprechen leider nicht jeder „Bund für´s Leben“ seinem Namen auf die Dauer gerecht wird. Was tun also, wenn vor Ablauf der Archivierungsfrist die Ehe keinen Bestand mehr hat? Marcel Genzler empfiehlt erst einmal, sich gar nicht erst mit solchen Gedanken zu beschäftigen und die Ehe positiv zu starten. „Sollte aber leider wirklich dieser Fall eintreten, können die Briefe natürlich auf Wunsch vernichtet werden.“, ergänzt er. Vielleicht aber entschlössen sich die Ex-Partner in einer solchen Situation ja trotzdem dazu, die Briefe noch zu bekommen – mit möglicherweise ungeahnten romantischen Folgen: „Die Neugierde ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Im besten Fall wäre es doch denkbar, dass die Briefe, die damals sicher noch sehr liebevoll gestaltet wurden, die Liebe wieder neu entfachen.“ Ein wirklich schöner Gedanke, dem wir von shopandmarry uns nur zu gern anschließen möchten.

Bleibt abschließend nur die Frage, ob Marcel Genzler denn mit seiner Braut auch seinen eigenen Service nutzen wird? Hierauf kann es für ihn nur eine Antwort geben: „Ja, denn nur aufgrund meiner eigenen Heirat bin ich erst auf die Idee gekommen. Das Tollste an der Sache ist, was meine zukünftige Frau wohl zu schreiben hatte. Darauf bin ich wirklich sehr gespannt.“

shopandmarry wünscht schon jetzt viel Spaß beim Schreiben und Lesen – vielleicht hören wir ja in fünf Jahren noch einmal nach, wie die Briefe angekommen sind…

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Martin sagt

    eine wirklich tolle Idee…und das nicht nur für Hochzeiten, wie ich finde…

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